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(2018) Strouhal, Erwin
In dem Beitrag wird die Institution unter dem Gesichtspunkt sich wandelnder Bildungsansprüche – zwischen dem Streben nach höchster künstlerischer Vollendung für eine Berufsausübung und dem Studium aus Liebhaberei und Ausdruck eines bürgerlichen Bildungsideals – betrachtet. Es wird die Gruppe der Studierenden untersucht, wobei der Zugang, diesen inhomogenen Korpus fassbar zu machen, über statistische Daten ebenso wie über kurze biografische Abrisse erfolgt. Weiters wird der Frage nachgegangen, mit welchen Maßnahmen die mdw als Ausbildungsstätte auf die in der Zwischenkriegszeit aufkommenden Neuerungen des musikalischen Markts reagierte.
(2018) Hemetek, Ursula
(2018) Matiasovits, Severin
Der Beitrag widmet sich der 1924 errichteten (Fach-)Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien, die parallel zur Akademie bestand. Nicht zuletzt aufgrund politischer Einflussnahme und interner Streitigkeiten fand diese jedoch ein baldiges Ende: Bereits 1931 war das Experiment einer autonomen Hochschule gescheitert.
(2018) Morgenstern, Ulrich
Against the background of generally low music activity in rural Russia, the button accordion (garmon’) player Mikhail Sorochinsky from the Smolensk province (Smolenskaja oblast) lives an intensive yet solitary musical life. The paper presents Sorochinsky’s artistic development and his not always easy relation to his social and musical environment. Further, the historical background of solitary music-making is discussed as well as socially and musically meaningful emotions.
(2018) Heller, Lynne
Der Beitrag gibt einen Überblick über die politischen und organisatorischen Entwicklungen dieser Zeit an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Es wird beschrieben, wie 1918 zunächst demokratische Strukturen an der Institution Einzug hielten, wie die Bestrebungen um Autonomie zur Gründung einer (Fach-)Hochschule parallel zur Akademie führten und welche Spannungsfelder sich durch das komplizierte Verhältnis der beiden Institutionen zueinander bzw. zum Unterrichtsministerium ergaben. Anfang der 1930er Jahre fand die erlangte Autonomie mit der Auflösung der (Fach-)Hochschule ihr Ende: Mit einer vom Ministerium oktroyierten Reform wurden die letzten Reste von Selbstbestimmung beseitigt.
Die Detailstudie widmet sich einem um 1930 schwelenden Konflikt zwischen der mdw und dem im Unterrichtsministerium für sie zuständigen Sektionschef Viktor Prüger. Es wird nachgezeichnet, wie der Streit in der Öffentlichkeit eskalierte und ein Einblick in das ambivalente Verhältnis zwischen der mdw und dem Ministerium gegeben. Gegen Ende der 1920er Jahre verhärteten sich die Fronten und die zu dieser Zeit tief gespaltene mdw bot dem Ministerium eine Angriffsfläche für politische Interventionen. Anhand des Beitrags wird die Fragilität der damaligen Strukturen ersichtlich und von welcher Bedeutung persönliche Beziehungen für die Geschichte der Institution waren.
(2018) Heller, Lynne, Matiasovits, Severin, Strouhal, Erwin (Ed.)
Dieser Band widmet sich anhand dreier ausführlicher Beiträge der Geschichte der mdw zwischen 1918 und 1938. In ‚Zwischen Autonomie und Fremdbestimmtheit‘, gibt Lynne Heller einen Überblick über die wichtigsten politischen und organisatorischen Entwicklungen der damaligen Akademie für Musik und darstellende Kunst. Severin Matiasovits widmet sich in ‚Dissonanzen in den Beziehungen?‘ einem um 1930 schwelenden Konflikt zwischen der Akademie und dem im Unterrichtsministerium für sie zuständigen Sektionschef Viktor Prüger. In ‚Ausbildung in Zeiten der Veränderung‘ betrachtet Erwin Strouhal die Akademie unter dem Gesichtspunkt sich wandelnder Bildungsansprüche. Mit Quellenanhang und Personenregister. *** Inhalt: CORNELIA SZABÓ-KNOTIK: Geleitwort | LYNNE HELLER, SEVERIN MATIASOVITS UND ERWIN STROUHAL: Vorwort | LYNNE HELLER: Zwischen Autonomie und Fremdbestimmtheit. Eine politische Geschichte der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien 1918–1938 | SEVERIN MATIASOVITS: Dissonanzen in den Beziehungen? Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und die sogenannte ‚Prüger Affäre‘ | ERWIN STROUHAL: Ausbildung in Zeiten der Veränderung. Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und ihre Studierenden in der Zwischenkriegszeit | Anhang: Faksimile: 1/Res/1931; Personenregister
(2018) Huber, Harald, Hemetek, Ursula, Hindler, Daliah, Kaufmann, Therese, Malmberg, Isolde, Saglam, Hande (Ed.)
Dieses Werk präsentiert interdisziplinäre und internationale Zugänge zur Transkulturalität aus Philosophie, Politikwissenschaft, Ethnomusikologie, Popularmusikforschung, Gender und Queer-Studies, Musikwissenschaft, Musikpädagogik, Postcolonial Studies, Migrationsforschung und Minderheitenforschung. Es sind die nachhaltigen Ergebnisse einer Ringvorlesung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien-mdw aus den Jahren 2014-2018, bei der Wissenschaft und Kunst in einen fruchtbaren Dialog traten.
(2017-12-21) Granzer, Susanne
When acting, the actor/actress experiences a complex regime of signs in his/her body, mind, mood and gender. These signs are both disturbing and promising. On the one hand, the act of creativity makes a wound obvious which has been incarnated within man. It tells him/her that he/she is not the sole actor of his/her actions. On the other hand, precisely this way acting on stage becomes an event. The act of this event reveals a way of be-coming in which one acts while at the same time being passive, in which the actor/actress is both agent and patient of his/her own performance. This complex artistic experience catapults actors/actresses into an open passage, into an in-between where they are liberated from the illusion of being the sole actors of their performances. One might even say that by this turn an actor/actress experiences a change, an “anthropological mutation” (Agamben). Or, to have it differently: the artist suffers a kind of “death of the subject”. It is remarkable that this loss of the predominance of subjectivity is a crucial aspect of acting which may affect the audience in a particularly intensive way. Why? Perhaps because it updates an extremely intimate connection between audience and actors/actresses which vicariously reflects the in-between of life and death. A passage by which life presents itself as itself? Life – by its plane of immanence?
(2017) Hofmann, Alex, Wesolowski, Brian C., Goebl, Werner
This study investigates the production and perception of timing, synchronisation and dynamics in jazz trio performances. In a production experiment, six trio combinations of one saxophonist, two bassists, and three drummers were recorded while they performed three popular jazz songs. Onset timing and dynamics of each performer were extracted and analysed. Results showed that the tempo was significantly influenced by the timing of the drummers and all performers showed higher temporal precision on the backbeats. The drummers demonstrated individual swing-ratios, accentuations of beats and intrapersonal asynchronies between simultaneous hi-hat and ride cymbal onsets, which resulted in a hi-hat played 2–26 ms ahead of the pulse of the music. In a subsequent perception test, participants () rated 12 excerpts of the jazz recordings. They selected their preferred version from a pool of stimuli containing the original version, but also manipulations with artificially increased or reduced asynchronies. Stimuli with reduced asynchronies smaller than 19 ms were preferred by the listeners over the original or the fully quantised timing. This suggests that listeners endorse a ‘tight-interlocked’ jazz rhythm section, with asynchronies smaller than the perceptual threshold (temporal masking), but with natural timing variabilities that makes it distinguishable from a computer-generated playback.