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(2026-04-07) Artacho, Adrian, Segura Sogorb, Miguel, Báez, Víctor, Bulatova, Sofya (Ed.)
(2026-04-01) Stoll, Jenn
Für trans* und nichtbinäre Personen bedeutet Elternwerden, mit komplexen Hürden und Diskriminierungen konfrontiert zu sein – etwa hinsichtlich der rechtlichen Anerkennung, der gesundheitlichen Versorgung oder im sozialen Umfeld. Jenn Stoll widmet sich der Frage, wie sich Repronormativität im Rahmen unterschiedlicher Wege des Elternwerdens konstituiert und wie trans* und nichtbinäre Menschen dies navigieren. Aus einer cis- und heteronormativitätskritischen, intersektionalen und durch den New Materialism inspirierten Perspektive bietet die Analyse eine nuancierte und kritische Auseinandersetzung mit den normativen Strukturen des Elternwerdens und geht der Frage nach, was es für reproduktive Gerechtigkeit braucht.
(2026-03-27) Krupp, Valerie, Buchborn, Thade, Schaubruch, Josef
(2026-03-27) Treß, Johannes
Im Beitrag wird die Rolle von Musiklehrkräften im Kontext der Digitalisierung des Musikunterrichts untersucht. Durch leitfadengestützte Interviews mit sechs Lehrkräften und die Anwendung von Mapping-Techniken werden soziale Welten, diskursive Spannungsfelder und Positionierungen sichtbar gemacht. Die Ergebnisse zeigen komplexe Beziehungsgeflechte zwischen Lehrkräften, Technologien und institutionellen Rahmenbedingungen sowie den Einfluss nicht-menschlicher Akteur*innen auf das Forschungsfeld. Die Ergebnisse verdeutlichen Spannungen zwischen pragmatischer Tool-Nutzung und didaktisch-konzeptioneller Orientierung sowie zwischen individueller Eigenverantwortung und systemischer Unterstützung. Eine entwickelte heuristische Positionsmap systematisiert Fortbildungsbedarfe entlang dieser Achsen und dient als Grundlage für differenzierte Fortbildungskonzepte, die auf die heterogenen Bedarfe von Lehrkräften zugeschnitten sind.
(2026-03-27) Godau, Marc
Der Beitrag untersucht die Einführung von iPads im Musikunterricht einer Sekundarschule aus einer soziomaterialen Perspektive. Auf der Grundlage einer mehrjährigen Begleitung wird mit Verfahren der Situationsanalyse aufgezeigt, wie die Digitaltechnologien – insbesondere die App GarageBand – in bestehende Fachkulturen, Dingordnungen und Unterrichtsroutinen eingebettet werden. Die Analyse offenbart, wie im Musikunterricht der Digitalisierungsprozess oft an alten Dingen, vertrauten Routinen und fachimmanenten Ideologien, wie dem Klaviozentrismus und einer Liveness-Norm, scheitert. Zugleich ergänzt ein alternatives Verständnis unterrichtlichen Musiklernens das handwerkliche Reproduzieren und Selbstüberwinden in Präsenzdarbietungen um die Klangarbeit beim explorativ-selbstständigen Erfinden und Produzieren präziser Aufnahmen. Die Ergebnisse werden hinsichtlich der Debatten um Digitalisierung in Schule und Musikunterricht diskutiert.
(2026-03-27) Buchborn, Thade, Endres, Annika, Treß, Johannes
(2026-03-27) Oravec, Lina, Krupp, Valerie, Lopez-Torres, Konstanze
Der Beitrag untersucht den Einsatz digitaler Medien im Musikunterricht der Grundschule auf Basis ausgewählter Daten der 2024 durchgeführten Bedarfsanalyse des BMBF-Kompetenzzentrums KuMuS-ProNeD. Dafür werden grundschulspezifische Auswertungen einer quantitativen Lehrkräftebefragung mit einer qualitativen Inhaltsanalyse dreier Interviews mit Grundschulmusiklehrkräften trianguliert. Die Ergebnisse zeigen, dass Grundschullehrkräfte Ausstattung sowie eigene Erfahrung, Sicherheit und Kompetenz im Umgang mit digitalen Medien im Vergleich zu Kolleg:innen anderer Schulformen negativer bewerten. Insbesondere die Ausstattung wird als wenig beeinflussbar und durch begrenzte Verfügbarkeiten, organisatorische Hürden und technische Unzuverlässigkeit geprägt wahrgenommen – ein wesentliches Hemmnis für den Medieneinsatz. Potentiale digitaler Medien für den Musikunterricht erscheinen damit in der Grundschule bislang kaum praktisch erschlossen.
(2026-03-27) Völker, Jonas, Hall, Esther, Krebs, Matthias, Kuck, Moritz, Phung, Veronika
Der Beitrag nimmt explizite wie implizite Wissensbestände von Musiklehrkräften zur Digitalisierung in den Blick und analysiert deren Bedeutung für das professionelle Handeln im Musikunterricht. Die empirische Basis bilden dokumentarische Interpretationen von Gruppendiskussionen aus dem Projekt COMeARTS. Drei schulformübergreifend geteilte Orientierungsmuster konnten rekonstruiert werden: (1) das iPad als Nicht-Instrument, (2) Teilhabe durch Digitalisierung sowie (3) Unerfahrenheit im Umgang mit digitalen Musiktechnologien. Ihr Verhältnis wird über ein Dreiecksmodell veranschaulicht, das differenzierte Einsichten in den modus operandi der Herstellung von Wissen und Praktiken eines digitalisierungsbezogenen Musikunterrichts ermöglicht. Die Rekonstruktionen zeigen, wie kommunikative Orientierungschemata und konjunktive Orientierungsrahmen das Sprechen über unterrichtliche Praxis strukturieren. Dabei auftretende Inkonsistenzen im Verhältnis von Norm und Handlungspraxis einerseits sowie zwischen unterschiedlichen normativen Ordnungen andererseits lassen Rückschlüsse auf die Praxis selbst zu. Damit liefert die Studie eine empirisch fundierte Grundlage für die reflexive Weiterentwicklung musikpädagogischer Professionalisierung im digitalen Wandel.
(2026-03-19) Hennenberg, Beate, Holzweber, Christoph, Stastka, Laurenz, Kob, Malte, Löffler-Stastka, Henriette
BACKGROUND: Voice is individual and therefore several studies consider voice as a biomarker of health. Focusing on the change of voice parameters of depressed patients can provide an additional, objective measurement of the patient’s individual progress during psychotherapy. This retrospective study is focused on the analysis of voice parameters, specifically prosodic parameters, gathered from sessions and real-world data out of the Munich psychotherapy study (MPS). AIM: To investigate the prosodic parameters of patients with depression, their change over a long-term therapy and correlate them with Beck depression inventory (BDI) data. The analysis on the prosodic parameters aims to find, if and to what extent, a change in the patient’s voice can be discovered and identified. This data is then correlated with already available BDI data of each individual patient. The hypothesis is that voice expression is impacted by depression and changes with the state of depression.
(2026-03-19) Van Lookeren Campagne, Augusta, Grassl, Markus (Ed.)
This volume examines a broad spectrum of topics concerning plucked keyboard instruments and keyboard music in the sixteenth century, with a particular focus on Italy and its profound influence on European keyboard culture. Contributions address issues of notation, instrument building, music theory, iconography, as well as the cultural and social roles of keyboard instruments and performance. Bringing together papers and lecture-recitals from a conference held in Bologna in 2024, the volume follows up on ‘Universum rei harmonicae concentum absolvunt‘: The harpsichord in the Sixteenth Century (mdwPress 2024).